Sinfonieorchester Basel & Nicholas Payton Miles, Duke & Nick

Magazin Ausgabe: April / Mai 2013

Zusammen mit dem Nicholas Payton Quartet präsentieren das Sinfonieorchester Basel und sein Chefdirigent Dennis Russell Davies drei Meisterwerke des sinfonischen Jazz - von Duke Ellington, Miles Davis und Nicholas Payton. Duke Ellington bezeichnete seine Orchester-Suite ‚Black, Brown and Beige‘ als „a tone-parallel to the history of the American Negro“.

Er brachte sie am 23. Januar 1943 in seinem ersten Konzert in der New Yorker Carnegie Hall zur Uraufführung und meldete damit den Anspruch an, dass Jazz als Kunstmusik akzeptiert wird. Das Publikum war begeistert.
Im Album ‚Sketches of Spain‘ von 1959/60 verarbeiten Miles Davis und sein kongenialer Arrangeur Gil Evans spanische klassische Musik. Es enthält sowohl eine Version des zweiten Satzes (Adagio) des berühmten ‚Concierto de Aranjuez‘ von Joaquin Rodrigo als auch ein Stück aus dem Ballett ‚El amor brujo‘. „Diese Melodie“, sagte Davis nach der Aufnahme des Rodrigo-Stücks, „ist so stark, dass sie noch stärker wird, wenn du sie ganz weich spielst“.
Der 1973 in New Orleans geborene Trompeter Nicholas Payton nennt seine eigene Musik ‚Post-Modern New Orleans Music‘. Er sieht den Jazz als erste amerikanische Popmusik, Louis Armstrong als ihren ersten Superstar und bezeichnet sich selbst als ‚Savior of Archaic Pop‘. Er verbindet die Wärme, Geradlinigkeit und melodische Erfindungsgabe Satchmos und die alte New Orleans-Stilistik mit den Errungenschaften von Miles Davis und der Avantgarde. In seinem kompositorischen und improvisatorischen Schaffen steht die Melodik an erster Stelle. Mit dem Sinfonieorchester Basel ist er sowohl als Komponist seiner „Black American Symphony“ als auch als Solist zu erleben.

Vorstellungen:
Mi 29.05.2013, 20.15 Uhr / Do 30.05.2013, 20.15 Uhr
Stadt-Casino Basel
Weitere Informationen unter: www.sinfonieorchesterbasel.ch